Auch die "Schwinn" sind eine alte aus dem Odenwald stammende Familie

Der erste Schwinn unseres Stammes, der Wagnermeister, Wirt und Ackersmann Johann Leonhard Schwinn, geboren am 11.07.1778, kam von Wald-Amorbach (Wüst-Amorbach) nach Hummetroth. Sein Vater hieß ebenfalls Johann Leonhard Schwinn und war „Hofbeständer  in Wald-Amorbach. Er ist wahrscheinlich um 1730 in Hainstadt geboren. Das ist noch nicht genau geklärt. Ich hoffe, dass ich da mit Hilfe von Karl-Heinz Jungermann, Höchst, bald noch fündig werde.

Unseren „Schwinn-Clan finden Sie in meiner Homepage > Reeg – Familienforschung <  im Dynamischen Baum, in der Dynamischen Liste oder im Sippenbuch.

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Zu Schwinn allgemein

Von dem Ehemann meiner Cousine Margret Schwinn, geb. Schwinn, Herrn Norbert Schwinn, Rai-Breitenbach/Odenwald, erhielt ich am 31. März 1998 Aufzeichnungen eines Herrn Bernhard Schwinn, Braunschweig, über den Stand seiner Forschungen über den Namen und die Abstammung der "Schwinn" aus dem Jahr 1938, aus denen auszugsweise das Wichtigste hier wiedergegeben wird

Über den Namen Schwinn

Der Name geht auf einen altdeutschen Vornamen, auf eine sogenannte Kurzform, zurück (Swind, Swint, gotisch: swinds ) und bedeutet "geschwind" aber auch ,,stark", ,,kräftig". Dementsprechend begegnet uns im 15. Jahrhundert der Name unter der Form ,,Swend" (Swen), aber auch schon ,,Schwin" und ,,Schwinne". Zu Anfang des 16. Jahrhunderts findet sich auch die Schreibweise "Schwynn" Um die Mitte dieses Jahrhunderts treten die Formen ,,Schwind" und ,,Schwindt" auf, daneben auch die Schreibweise "Schwin" und ,,Schwinn".

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Anmerkung von Arthur Reeg: Die andere Namensdeutung von W. Debor in "Familiennamen im Odenwald", S. 286) habe ich hier der Vollständigkeit halber eingefügt:

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Über das älteste Vorkommen

Im 15., 16. und 17. Jahrhundert sitzen die Namensträger in den verschiedensten Ortschaften im Odenwald; hier sind sie auch noch heute stark verbreitet. Am frühesten ließen sie sich bis jetzt im Dorfe Weitengesäß im Kreise Erbach nachweisen; wir hören nämlich von ihnen bereits in archivalischen Quellen, die dem 15. und 16. Jahrhundert angehören und damit noch vor den Beginn der Kirchenbücher zurück reichen. Die ältesten Quellen die bis jetzt benutzt. werden konnten, sind ein Salbuch, sowie solche die Liegenschaften verzeichneten.

Über das Vorkommen des Namens Schwinn in Unterfranken

Die Schwinn sind in den Kirchenbüchern von Gossmannsdorf bei Hofheim in Unterfranken ab Ende des 17. Jahrhunderts zu verfolgen; jetzt sind dort keine Schwinn mehr zu finden.

Schwinn, eine alte Odenwälder Familie

Auf Grund von Forschungen im Gräflich Erbachischen Gesamthaus-Archiv zu Erbach (jetzt im Landeshauptarchiv zu Darmstadt - (und dort im Krieg verbrannt; Anmerkung von Arthur Reeg) - hat sich folgendes Bild ergeben:

Zum Verständnis der Vermögenszahlen mögen einige in der Schatzungsliste angeführte Preise dienen. So galt z. B. im Jahre 1557 ein Pferd 5 - 10 Gu1den; ein Ochse 7 - 10 Gulden, eine Kuh 4 - 6 Gulden, ein Rind 2 - 3 Gulden, ein Schwein 1 - 1 1/2 Gulden, ein Schaf 12 Gulden, ein Bienenstock 1/4 - 1/2 Gulden, ein silberner Becher 4 Gulden und ein Fuder Wein 32 Gulden.

An Grundstückspreisen sind angegeben:

Müller Conrad Schwinn zu Gammelsbach

Der Müller Conrad Schwind zu Gammelsbach kaufte am 30. Mai 1662 die Lautenschlägers Hube und eine Mühle zu Hebstahl. Der Kaufvertrag ist im Freiensteiner Amtsprokoll von 1621-1662 (Eheberedungen, Käufe, Täusche und Vergleichsbriefe der Unterthanen) mit folgendem Wortlaut verzeichnet:

Weinkauffsleut (Zeugen): Peter Menges, Joachim Flach undt Hans Henich zu Hebstall, Endreas Bronnschneider zu Gammelsbach. Zu Urkh. actum den 30ten May 1662.

Anmerkung: Nach dem 30jährigen Kriege wurden die Übergabeprotokolle kürzer gefaßt als vor 1620. Auch erschienen weniger Weinkaufszeugen.

Es mögen nun auch einige Bemerkungen über das 17. Jahrhundert folgen. Wir beschränken uns dabei auf neu auftretende Orte.

Über den Müller Conrad Schwinn. (Schwin, Schwind, Schwindt)

Conrad Schwinn, Müller in Gammelsbach, der im fast vollendeten 90. Lebensjahre 1705 starb, ist der Ahnherr vieler heutiger Namensträger und dadurch von unmittelbarer Wichtigkeit. Wir besitzen über ihn mancherlei Nachrichten, so daß wir von seinen Lebensumständen ein gewisses Bild gewinnen können.

In den Akten des Gräflich Erbachischen Gesamthaus-Archiv wurde über Conrad Schwinn folgendes festgestellt:

Wenn er in den Salbüchern des Amtes Freienstein als Müller Curdt Schwindt aufgeführt wird, so ist dazu zu bemerken, daß die Vornamen Conrad und Curd identisch sind.